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Übersicht Niklas Meisenzahl Saison 2015

25.10.2015 - Husum

ACNF-Rundstreckenfahrer Meisenzahl fährt zusammen mit Jürgen Klein erneut Klassensieg ein auf dem Nürburgring!

Am 25. Oktober stand für Meisenzahl der Saisonabschluss am Nürburgring an – das RCN 3h-Rennen zusammen mit Jürgen Klein auf dem Opel Astra H Diesel. Bereits ein Tag zuvor, am Samstag, war der Tag im Sinne des Motorsports. In Zusammenarbeit mit der Motorsport Akademie von Christopher Bartz, nahm der junge Nordfriese als Co-Instruktor neben den Instruktoren Ralf Kraus, Christopher Gerhard und Ullrich Neuser am Lizenzlehrgang auf dem Flugplatz in Mendig teil.

Am Abend ging es dann in direktem Übergang zur Papier- und Technikabnahme, um komplett auf den Renntag am Sonntag vorbereitet zu sein. Am Sonntag ging es für Jürgen Klein (Langenfeld) und Niklas Meisenzahl (Bordelum) dann nach erfolgreicher Fahrerbesprechung von 9.50 Uhr – 11.20 Uhr zum offiziellen Zeittraining auf die 24,358 km lange Kombination aus Nürburgring Grand-Prix Strecke und Nordschleife. Meisenzahl: „Nach erfolgreicher Teilnahme beim siebten RCN-Lauf, habe ich mich sehr auf das 3h-Rennen gefreut, da dort nicht nur auf der legendären Nordschleife, sondern auch auf der hochmodernen Grand-Prix Strecke gefahren wird!“ Im Zeittraining konnte die Fahrerpaarung sich dann auf einen erfreulichen 154. Gesamtrang von 193 Startern qualifizieren.

Nach einem ausführlichem Briefing zwischen Klein und Meisenzahl und letzten Verbesserungen zu Linie und Taktik für das bevorstehende Rennen stand fest, dass Jürgen Klein den Start- und den in die Dunkelheit führenden Schlussstint fahren wird. Meisenzahl: „Sinn und Zweck der Zusammenarbeit zwischen Jürgen und mir ist zum Einen der Spaß gemeinsam am Motorsport, aber zum Anderen, dass wir gemeinsam durch meine Erfahrung durch 24h-Rennen, VLN und RCN am Nürburgring Feinheiten an Jürgens Linie verbessern, was in der Kürze der Zeit schon hervorragend funktioniert!“ Nach einem erfolgreichen Start übernahm Meisenzahl in Runde vier das Steuer des dieselangetriebenen Opel Astra und brannte in den Folgerunden eindrucksvolle Zeiten in den Asphalt in der Klasse RS2 DA, bevor Klein in Runde elf wieder für den Endspurt im Opel Astra Platz nahm und, wie beim siebten RCN-Lauf durch das Alleinstellungsmerkmal, den Klassensieg nach 3h sicherte. Meisenzahl: „Ich freue mich sehr gemeinsam mit Jürgen die beiden Rennen erfolgreich abgeschlossen zu haben und bin ihm dafür sehr dankbar! Nun heißt es sich auf die Saison 2016 vorzubereiten und alle Kräfte zu sammeln!“

Zusammenstellung 2015 lesen [hier klicken]


ACNF-Slalom; Saisonabschluss in Schwesing

14.10.2015 - Husum


ACNF-Slalom; Saisonabschluss in Schwesing

07.10.2015 - Husum

Automobilslalom von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang beim ACNF
ACNF-Pylonenjäger auch beim Saisonabschluss 2015 in Schwesing sehr erfolgreich

Der Saisonabschluss im Automobilslalom fiel mit dem 25. Jahrestag der Wiedervereinigung Deutschlands zusammen und war insofern ein Feiertagsevent. Während dichter Hochnebel den Sonnen-aufgang über dem Flugplatz Schwesing noch vollständig einhüllte, vollendete die AC-Crew den am Vortag begonnenen Aufbau des Veranstalterequipments in gewohnter Routine. Zahlreiche Helferinnen und Helfer legten Hand an, so dass bereits wenige Minuten vor 9:00 Uhr das erste Wettbewerbsfahrzeug an den Start gehen konnte. Doch vor dem Rennen stand noch das obligatorische Helferfrühstück an, währenddessen Rennleiter Peter Peters, Husum, für die Streckenposten eine ebenso obligatorische Sicherheitseinweisung gab. Mit Funkgeräten, Warnflaggen, Schreibutensilien und frisch gesponserten Warnwesten (Reifen Thomsen, Gebr. Honnens GmbH) ausgestattet waren ihre Positionen an der Strecke bei dem Nebel noch auf Sichtweite gerade dicht genug beieinander. Dem Rennbeginn stand daher nichts mehr im Wege.

Für mehrere ACNF-Piloten sollten an diesem Feiertag Meisterschaftsentscheidungen fallen und sozusagen das Saisonfinish krönen. Die Spitze des ADAC-Youngster-Cup wurde über die Saison in der Klasse YC1 von den AC-lern Pascal Behncke, Goldebek, und Mika Larssen, Husum, dominiert. Sie schenkten sich auch hier nichts: Larssen fand gleich im ersten Wertungslauf die richtige Linie und nahm seinem Clubkameraden Behncke eine Sekunde ab. Im zweiten Wertungslauf trennten sie nur noch 14/100, doch Larssen hatte eine Pylone touchiert und musste sich drei Strafsekunden und damit Rang 2 anrechnen lassen. Behncke konnte mit dem 3. Klassensieg der Saison mit Larssen anzahlmäßig zwar noch gleichziehen aber damit dennoch den Cup nicht für sich entscheiden. Denn diesen gewann Larssen punktgleich mit Behncke letztlich aufgrund der besseren Einzelplatzierungen über die Saison hinweg. Für beide AC-Piloten jedoch sprangen die Tickets für die Deutsche Meisterschaft und für den ADAC-Bundesendlauf heraus! Einen Achtungserfolg verbuchte AC-Neuzugang Niklas Honnens, Wanderup, der mit zwei fehlerfreien Runden das ‚ACNF-Treppchen’ erfreulich komplettierte!

Neben den 19 Youngstern hatten weitere 48 Teilnehmer für den ADAC-Storm-Clubslalom - der Vormittagsveranstaltung – gemeldet um das Punktekonto der Meisterschaft noch aufzubessern. Dazu gehörten allein 11 Fahrerinnen und Fahrer des AC Nordfriesland e. V. Besonders von sich reden machten einmal mehr Vater Hauke und Sohn Carsten Diercks, Tarp, die in verschiedenen Klassen gestartet jeweils Klassenrang drei herausfahren konnten. Hauke Diercks blieb in Klasse 2b dabei fehlerfrei. An der Spitze dieser Klasse jedoch platzierte sich AC-Jugendtrainer Björn Nissen, Löwenstedt, der den Rennparcours auf einem ihm bis dahin unbekannten VW Polo fehlerfrei und mit 3 Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Ditmar Klauza, Westensee, umrundete. In der Klasse 1b leistete sich Junior Carsten Diercks 18 Strafsekunden, weil er eine Aufgabe verpasste und zudem eine Pylone ‚abschoss’. Wie bereits mehrfach gesehen, brachte er sich dabei einmal mehr um einen souveränen Klassensieg und stieg vor Christoph Petersen, Uelvesbüll, auf Treppchenrang drei. Damit dürfte Carsten Diercks gleichwohl die Meisterschaft im ADAC-Clubslalom-Pokal 2015 sicher nach Hause geholt haben, die er seit langem anführte! Familie Diercks sollte aber im Laufe des Tages noch ein weiteres Ausrufezeichen setzen. Alle übrigen AC-Fahrerinnen und -Fahrer konnten mit Ausnahme von Gabriele Claussen, Havetoft und Hans-Heinrich Brodersen, Jörl, nicht unter die Top Ten ihrer Klasse vordringen.

Sonnig hingegen verlief der Nachmittagswettbewerb.  Der ADAC-Tine-Flugplatzslalom, der wie bereits auch die Vormittagsveranstaltung mit einem Teilnehmerlimit versehen bei Tageslicht abgeschlossen werden musste, war mit 35 Teilnehmern hinreichend besetzt. Auch hier waren wieder drei AC-Piloten mit von der Partie! Erfreulich das Abschneiden von Gabriele Claussen, Havetoft, die in der Klasse F8 nach fehlerfreiem Auftritt einen hervorragenden zweiten Klassenrang erzielen konnte. Besonders spannend gestaltete sich der Kampf um die Spitze der Klasse F9. Vater und Sohn Diercks trieben ihren Polo GTI derart um die Pylonen, dass sich nach dem ersten Durchgang ein Klassensieg für den Senior abzeichnete. Er hatte allerdings die Rechnung ohne seinen Junior Carsten gemacht: Dieser nahm seinem Vater, der dem Geschehen nur noch tatenlos zusehen konnte, im zweiten Durchgang immerhin eine halbe Sekunde ab und sicherte sich in einem spannen-den Rennen den Klassen-sieg – und das ganz ohne Strafsekunden! In der ADAC Automobilslalom-Meisterschaft 2015 sicherten sich beide eine gute Position unter den Top Ten, die für die Saison 2016 einige Hoffnungen wecken dürfte.

„Mit insgesamt drei Meistern (Carsten Diercks, ADAC-Clubslalom-Pokal; Mika Larssen, ADAC-Youngster-Cup YC1 und Pascal Behncke SHFM-Youngster-Cup) und den heutigen Platzierungen haben die ACNF-Fahrer eine Top-Leistung abgeliefert“, freut sich ihr Trainer Peter Peters mit ihnen.

Die Starter der letzten Klasse FS 18 absolvierten ihre Läufe denn auch bei untergehender Sonne, so dass alle Teilnehmer ihren Wettbewerb wie geplant bei Tageslicht abschließen konnten. Die AC-Crew räumte das Wettkampfgelände bis in die Dunkelheit hinein und schaffte so Platz für die bereits wartenden Flohmarktbeschicker, die ihre Stände für den am folgenden Tag angesetzten Flohmarkt aufstellen wollten.

Impressionen 1 [hier klicken] Fotos H. Berodersen

Impressionen 2 [hier klickenFotos H. Berodersen

Impressionen 3 [hier klickenFotos H. Berodersen

Impressionen 4 [hier klickenFotos ACNF und privat

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ACNF beim 42. BMW Berlin-Marathon

28.09.2015 - Berlin

Ein Erlebnisbericht

ACNF-Vorsitzender Carstensen finisht BMW-Berlin-Marathon 2015
Von 41.224 gestarteten Läuferinnen und Läufern erreichen rund 36.500 das Ziel der 42. Auflage

Gut 12 Wochen Vorbereitung, zahllose Trainingskilometer und die permanente Furcht vor Verletzungen oder Erkältung liegen hinter dem begeisterten Hobbyläufer aus Husum mit ausgeprägter Affinität zum Motorsport. Er hatte sich seit langem vorgenommen, einmal den Marathon in der Hauptstadt zu erleben. Dieser Lauf zählt zu den so genannten big five der Marathon-Läufe (Berlin, Boston, Chicago, London und New York City) und ist bereits jeweils im Vorjahr ausgebucht. Auf die gut 41.000 begehrten Startplätze, die im Online-Losverfahren vergeben werden, bewerben sich jährlich im Oktober nahezu 75.000 Sportlerinnen und Sportler, so dass für einen Startplatz bei diesem internationalen Sportevent regelmäßig auch Losglück von Nöten ist.

Bereits an den drei Tagen vor dem eigentlichen Lauf ist der ehemalige Flughafen Tempelhof Anlaufpunkt für die Athletinnen und Athleten aber auch für andere sportbegeisterte Menschen. In dem denkmalgeschützten Flughafengebäude ist eine schier unüberschaubare Sportartikelmesse aufgebaut, die sich mit ihrem speziellen Angebot an Läufer und Skater richtet, nützliche und/oder weniger nützliche Utensilien für den Sport zu erstehen. Gleichzeitig gibt der Veranstalter hier über drei Tage hinweg die Startunterlagen an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer heraus, die jeder Athlet persönlich abholen muss. Demzufolge erlebte der U-Bahnhof 'Platz der Luftbrücke' in dieser Zeit einen gewaltigen Andrang an Fahrgästen. Doch das bringt eines der ältesten U-Bahnsysteme noch lange nicht an seine Grenzen. So auch besagte Messe: Der Veranstalter hatte nichts dem Zufall überlassen und mit nahezu perfekter und Organisation steuerte er die Mengen an Sportler und Besucher zielgerichtet an die Anlaufpunkte, so dass fast keine Wartezeiten entstanden und für den Messebesuch genügend Zeit übrig blieb. Dennoch war man nach einer Stunde Rundgang von dem reichhaltigen Angebot an Laufschuhen, Laufbekleidung und Accessoires ziemlich erschlagen.

Auf diese Weise gewissermaßen in Stimmung versetzt galt es für den Automobilclubvorsitzenden, in den Nächten von Freitag auf Samstag und danach auf Sonntag, dem großen Tag, ein Größtmaß an Ruhe zu finden. „Denn die Gedanken an den bevorstehenden Wettbewerb lassen einen kaum los und ein ausgelassener Bummel durch das Berliner Nachtleben wäre der für die Strecke benötigten Kondition kaum zuträglich gewesen,“ ist sich Carsten Carstensen sicher. Daher hieß es nun, zur Ruhe zu kommen, diese zu bewahren und am Sonntagmorgen früh genug aufzustehen und den Ort des Geschehens rechtzeitig zu erreichen.

Das Hotel frühzeitig möglichst in der Nähe des Startortes gebucht, vereinfacht das Aufsuchen des Startplatzes ungemein, da man nicht unnötig Zeit in voll besetzten öffentlichen Verkehrsmitteln verbringen muss und damit auch Zeit genug für ein leichtes Frühstück bleibt. Denn ab 9:00 Uhr geht es los - und das heißt, rechtzeitig seinen Startplatz einzunehmen. Doch zuvor muss das Outfit angelegt werden, d. h. die seit Wochen eingelaufenen Treter an die Füße, über die zuvor noch Kompressionsstrümpfe gestülpt werden, damit sich unangenehme Wadenkrämpfe gar nicht erst einstellen und dem Laufschritt ein jähes Ende setzen. Und dann noch die Funktionsklamotten anziehen, Zeitnahme-Chip am rechten Schuh befestigen und die Schnürsenkel zum Schutz vor ungewollter Lockerung doppelt verknoten. Das Erkennungszeichen, die personalisierte Startnummer, wird mit Sicherheitsnadeln gut sichtbar ans Laufshirt geheftet. Und dann sind noch kleine Hürden im Startbereich zu bewältigen, wie Zugangskontrolle und die Kleiderabgabe, bevor es gilt, sich unter die Menge der genau 41.224 Läuferinnen und Läufer auf der 'Straße des 17. Juni ’ im vorbestimmten Startblock zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule zu mischen. Den Weg dorthin weisen zahllose freundliche Orga-Helfer.

Noch früh am Tag -die Sonne ließ sich gerade über den Dächern von Berlin blicken- war es mit den Temperaturen eher noch nicht so weit her und man musste sich schon gut warm halten. Dazu hielt der Veranstalter Unmengen an Plastikfolien bereit, die schnell übergeworfen vor übermäßigem Wärmeverlust schützten. Viele Marathonis jedoch hatten eigene Sachen mitgebracht, derer sie sich dann beim Start einfach entledigten und auf die Weise der Entsorgung durch den Veranstalter anheim fallen ließen. Einzig die Sache mit dem Plastik schien dabei nicht so gut gelöst, denn diese Plastikfolien lagen überall herum und mussten zusätzlich entsorgt werden! Letztlich aber waren es geradezu ideale Wetterbedingungen für eine solche Mammutveranstaltung mit etwa 16°C und nahezu Windstille. Nach einer musikalisch animierten Aufwärmeinlage ging's endlich los. Nach dem Start immer der blauen Linie folgend (markiert auf der Fahrbahn die genau vermessene Laufstrecke von 42,195 km und somit den kürzesten Weg), bewegte sich der Lauftross, der in drei Blöcken gestartet worden war, um die Siegessäule herum durch die Stadt. Die Laufstrecke säumten unzählige Zuschauer, die den Teilnehmern mit Anfeuerungsrufen schon frühzeitig einen Eindruck davon verschafften, was sie im Verlauf der Strecke noch erwarten durften. Mit plakativen Hinweisen wie "Ein Marathon ist nur ein 10-ner mit 32 km Anlauf!" oder "Der Schmerz vergeht, der Stolz bleibt!" fühlten die 'Zaungäste' mit den Läuferinnen und Läufern. Nach eigener Wahrnehmung hatten sich alle 500 m eine Band, ein Orchester oder auch vereinzelte Musiker am Streckenrand postiert, die mit ihren Darbietungen und sogar Gesängen bei den Athleten beflügelnde Wirkung entfalteten -ab dreißig hatte das Zählen keinen Sinn mehr. Veranstalterangaben zufolge sollen es insgesamt achtzig gewesen sein – was für eine Party! Die ersten 10-12 km vergingen so wie im Fluge, da man einerseits damit beschäftigt war, sich auf die Vorderfrau oder den Vordermann zu konzentrieren um Kollisionen oder gar Stürze zu vermeiden. Andererseits waren die Eindrücke von der Stimmung im Läuferfeld als auch jener am Streckenrand so bewegend, dass zunächst keinerlei Gefühl der Anstrengung aufkam. Dass aber Kraft und Konzentration im Verlauf des Wettbewerbs leiden würden, sollte sich relativ spät noch deutlich zeigen!

Alle 5 km (jeder km war am Streckenrand markiert) galt es die ausgelegten Zeitnahmeschleifen zu überqueren, denn ohne erfasste Zwischenzeiten drohte die Disqualifikation wegen Abkürzens. Mit einem Schnitt von 5:40 Min/km war die eigene Laufgeschwindigkeit bewusst eingeteilt wohl wissend, diesen bis zum Ende kaum halten zu können und auf ca. 6:15 Min/km zu fallen. „Aber von der Zielsetzung her hatte ich mir eine Gesamtzeit zwischen vier und viereinhalb Stunden vorgenommen, wobei besagte 5:40 Min/km rein rechnerisch für eine Gesamtzeit von 3:59 Stunden gut sind“, zeigte sich Carstensen sicher. Locker ging’s der Halbmarathondistanz entgegen. Doch bald kam es, wie es kommen musste und wie es erfahrene Marathonis immer wieder erzählen: Irgendwo bei km 30 komme der "Hammer", der Punkt, an dem man sich am liebsten irgendwo in die Büsche schlagen und die anderen ruhig weiterlaufen lassen würde. „Bei mir reichte es gerade bis km 28; ich fühlte zwar keinerlei Atemprobleme aber dafür zentnerschwere Beine, und ich hatte ja noch mehr als ein Viertel des Weges vor mir; wie soll das gehen? Doch da kommen natürlich der eigene Ehrgeiz und wieder die Zuschauer ins Spiel, sie feuern dich an, rufen deinen Namen (ist wie gesagt auf der Start-Nr. abgedruckt) und treiben dich an“, so Carstensen weiter. An den im Streckenverlauf reichlich vorhandenen Getränkestationen gab es zudem die dringend notwendige Flüssigkeitszufuhr, die einerseits zum Ausgleich für abgesonderten Schweiß erfrischende Wirkung entfaltete und andererseits gleichzeitig für eine kleine Erholungspause sorgte. Denn im Laufschritt zu trinken ist ganz und gar nicht so einfach! So entwickelte sich das letzte Streckenviertel mehr oder weniger zu einem Kampf gegen den eigenen Körper, der eigentlich nur noch Ruhe will. Motivierende Schilder (...umkehren wäre ja jetzt auch blöd!) von mittlerweile eher ehrfurchtsvoll dreinschauenden Zuschauern und solchen, die nur wenig Mitleid mit solch verrückten, rennenden Typen haben (...quäl dich du Sau!) deuteten jedoch an, dass das Ziel nicht mehr weit sein würde. Und da kam dann auch die nächste 5 km-Zwischenkontrolle; endlich, km 40, das Ende war absehbar. Die Zuschauermengen wurden deutlich größer und einzelne Anfeuerungsrufe gingen in Gesänge und Jubelrufe über. Der große herbeigesehnte Moment des Zieleinlaufes nahte und der kaum enden wollende Lindwurm an 'Laufverrückten' bogt nach links in die Straße ' Unter den Linden' ein. Im Hintergrund erschien das Brandenburger Tor, das zugleich als Synonym für die erfolgreiche Teilnahme am Berlin-Marathon steht und dem mancher morgens am Start zwar noch den Rücken gekehrt sich ihm aber doch schon mal insgeheim über die Schulter zugewandt hatte.

Fast drohten die Emotionen mit einem durchzugehen, so toll fühlte sich das auf diesem letzten Streckenabschnitt an und ließ alle Schmerzen vergessen - nur noch wenige hundert Meter bis zum Ziel! Von diesen Eindrücken beseelt gerieten andere wichtige Dinge völlig in den Hintergrund, so auch besagtes Konzentrationsvermögen, das allerdings bis zum Überqueren der Ziellinie zwingend aufrecht erhalten werden sollte: Vor dem Zielportal hatte der Veranstalter einen Teppich, ähnlich einem Kunstrasen ausgelegt, auf dem ein überdimensionales Veranstaltungslogo aufgedruckt war. Offenbar hatten sich in besagtem Teppich leichte Wellen gebildet und er lag nicht mehr völlig eben auf seiner Unterlage. „Da passierte es“, erinnert sich Carstensen, „Eines meiner mittlerweile mehr der Schwer- als der Muskelkraft folgenden Füße blieb an einer dieser Wellen hängen und ich kam so zu Fall. Dabei fiel ich zwar vergleichsweise weich, zog mir aber an der linken Hand, beiden Knien und im Gesicht unangenehme Schürfwunden zu, die solche Teppiche gern verursachen. Auch das linke Auge wurde durch meine Brille so in Mitleidenschaft gezogen, dass ich nun für eine gewisse Zeit eine farbige Erinnerung aus Berlin mit nach Hause nehmen konnte. Vervollständigt durch einen kapitalen Wadenkrampf war es mir einfach nicht mehr möglich allein aufzustehen, bis ein freundlicher Mitstreiter, dessen Start-Nr. ich leider nicht hatte erkennen können, Hand anlegte und mir kurzentschlossen aufhalf. Dank des Sportsgeistes dieses Menschen war es mir dann vergönnt, noch innerhalb der von mir geplanten Gesamtlaufzeit die ersehnte Ziellinie zu überqueren. Meine Uhr zeigte sie an: 4 Stunden, 27 Minuten und 53 Sekunden – geschafft“, zeigte er sich dankbar! Das ergab Klassenrang 522 von 1.519 Startern in der Altersklasse M60 und eine Gesamtplatzierung im Mittelfeld der gut einundvierzigtausend Starter; die Platzierung allerdings ist zweitrangig!

„Am Ende des Zielbereiches bekam ich dann von freundlichen Helfern die verdiente Finisher-Medaille umgehängt und es wurden Fotos geschossen - auch gab es wieder Folien gegen Auskühlung!

Doch dann ist es da, das unbeschreibliche Gefühl des Stolzes, diese Distanz bewältigt zu haben und es überwältigen einen Emotionen, die mit Worten nicht oder nur unzureichend zu beschreiben sind. Jetzt weiß ich, weshalb diese Marathonläufe eine solche Magie ausüben und tausende Sportler wie auch Zuschauer immer wieder in ihren Bann ziehen.

Dennoch plane ich nicht, auch noch die übrigen vier der big five unter die Laufschuhe zu nehmen; ich werde meine Aufmerksamkeit künftig mit Rücksicht, insbesondere auf die Gesundheit der halben Marathon-Distanz und den 10 km-Läufen widmen, bin aber seit dem 27. September 2015 um die Erfahrung eines der berühmtesten Marathons der Welt reicher. Diese Erfahrung werde ich nun auf mich wirken lassen und meinen persönlichen Erfolg genießen“, resümiert der Ausdauersportler aus Husum zufrieden.

 

 

 

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Kreissportjugend ehrt junge Ehrenamtler

26.09.2015 - Bredstedt

Justus-Jonas Cohrs, junger ACNF-Kartsportler, wird durch Kreissportjugend ausgezeichnet

Beinahe 18.000 Kinder und Jugendliche treiben Sport im Kreisgebiet Nordfriesland. Um diese Gruppe am Geschehen im Kreissportverband aktiv zu beteiligen, gibt es eine eigene aktive Vertretung – die Sportjugend Nordfriesland des Kreissportverbandes NF e.V. . 

Im Vorfeld des außerordentlichen Verbandstages des KSV NF, der mehrere personelle Veränderungen im Vorstand des KSV NF und somit auch für die Sportjugend NF bringen wird, hatte der Vorstand der Sportjugend NF daher beschlossen, eine außerordentliche Jugendvollversammlung einzuberufen und den Abend im Bredstedter Sool, Lornsenstraße 17-19, in Bredstedt mit einer Vorschau auf das Thema „Inklusion im und durch Sport“ zu bereichern. Die Förderung des ehrenamtlichen Engagements im Jugendsport steht dabei ebenso im Fokus.

Die Kreissportjugend hatte die Vereine im Kreis dazu aufgerufen, junge Menschen zu benennen, die sich durch ihren ehrenamtlichen Einsatz im Verein besonders auszeichnen. Diese sollten dann nach der Auswahl durch den KSJ-Vorstand anlässlich der Jugendversammlung eine Ehrung erfahren.

Justus Cohrs aus Wittbek ist begeisterter Kartslalom-Fahrer und wann immer er gebraucht wird, steht er auch für Aufgaben neben der eigentlichen Fahrerei zur Verfügung. Er sticht durch Eigeninitiative und ausgeprägter Hilfsbereitschaft hervor, obwohl er bisher in der Jugendgruppe kein förmliches Ehrenamt bekleidet. Aber offensichtlich hat das die Juroren beeindruckt, so dass Justus zu der Versammlung eingeladen wurde und dort für sein Engagement eine Urkunde in Empfang nehmen durfte.

Justus Cohrs (hintere Reihe Mitte) im Kreise der Geehrten und des Vorstandes des Kreisjugendringes

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