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Automobilslalom

27.09.2017 - Schachtholm, Schleswig, Husum

Husumer Nachrichten 29.09.2017

 

ACNF-Slalompiloten weiter auf der Erfolgsspur
Podestplätze in Schachtholm und Schleswig

Das Slalom-Wochenende des MSC Hanseat und des MSC Westerrönfeld auf Schachtholm hielt für die Slalomfahrer und die Pylonenjäger des Husumer ADAC-Ortsclubs eine tolle Strecke vor. „Man merkt das die Veranstalter im ‚Training’ sind; es hat nämlich alles super geklappt bei dieser Veranstaltung“, freute sich Carsten Diercks, Tarp, der mit einem Polo GTI angereist war. Die Vielzahl der insgesamt 12 Prä-dikate spricht denn auch für sich.

Die Wetterbedingungen waren am ersten Tag nicht ideal, da es im Verlauf des Tages zu regnen begon-nen hatte. Der Wechsel auf Regenreifen verlieh den Slalom-Boliden letztlich den nötigen Grip, den gesteckten Parcours zu meistern. So gelang Thomas Leßmann, Flensburg, und Carsten Diercks (jeweils 2.), Gabriele Claussen, Havetoft, und Jan Goldschmidt, Enge-Sande, (jeweils 3.) der Sprung aus das Podium!

Dieses Ergebnis konnten Fahrerin und Fahrer auch am Sonntag nahezu bestätigen mit der Ausnahme, dass Carsten Diercks sich dieses Mal den Klassensieg sicherte. Das ließ für das darauf folgende Wochenende in Schleswig hoffen, wo der AC Schleswig auf dem REAL-Parkplatz seinen 3. und 4. ADAC Wiking Clubslalom bei kühlen Außentemperaturen aber trockener Piste professionell abwickelte.

Zehn ACNF-Piloten hatten für diese Doppelveranstaltung gemeldet und strebten nach Meisterschafts-punkten. Dieses Streben sollte denn auch belohnt werden, obwohl die Streckenbedingungen dieser Kompakten, nahezu perfekt organisierten Veranstaltung sich als nicht einfach beherrschbar heraus-stellten. Der ebene, trockene Asphalt vermochte den über ihn hinwegrollenden (rutschenden) Pneus nicht so recht den nötigen Grip zu verleihen und die meist übersteuernden Autos schubsten so manche Pylone von ihrem angestammten Platz. Dementsprechend sammelten die Teilnehmer reichlich Strafsekunden. Nur diejenigen, die ihr Slalomauto fahrerisch richtig im Griff hatten, konnten hier fehlerfreie Runden absolvieren und sich entsprechend platzieren.

Am besten gelang das Jan Goldschmidt mit seinem ersten Klassensieg unter ACNF-Farben sowie John bzw. Dominik Ewald, Mildstedt, die sich jeweils einen Klassensieg am Vormittag bzw. am Nachmittag sichern konnten; sieben bzw. neunzehn Hundertstel Abstand machen deutlich, wie eng es zwischen den beiden zugegangen ist. Alles in allem holten die ACNF-Piloten an diesem Tag neun Podiumsplätze heraus und zeigten damit einmal mehr ihr Können. Für die beiden Mildstedter Brüder sprang damit jeweils auch ein zweiter Klassenrang heraus; so auch für Gabriele Claussen und Hauke Diercks. Claussen fuhr am Nachmittag dann auch nochmals Rang drei ein; Rolf Brodersen, Bergenhusen, tat es ihr in beiden Veranstaltungen gleich, wobei er vormittags den Klassensieg um lediglich 0,7 Sekunden verpasste. Die ACNF-Fahrer Hans-Heinrich Brodersen, Jörl, Oswald Lauenstein, Wanderup, Jörg Schweder, Süderhack-stedt, und Carsten Diercks blieben mit Ausnahme von Lauenstein nicht ohne Strafsekunden und mussten sich im Mittelfeld einreihen.

Für den Clubslalom steht nun am kommenden Wochenende in Husum / Schwesing der Saisonabschluss auf dem Kalender. Der AC Nordfriesland e. V. wird am Samstag seinen 22. und 23. ADAC-Storm-Clubslalom durchführen, für den 46 und 36 Nennungen vorliegen. Am Sonntag folgen der 26. und 27. ADAC Tine-Flugplatzslalom mit jeweils 41 Nennungen. Die beiden Sonntagsveranstaltungen bilden die vorletzten Saisonrennen, bevor am 22.10. beim AMC Ilmenau die diesjährige Saison für den DMSB-Wettbewerb ihr Ende findet. Nähere Infos sind unter www.acnf.de zu finden.

 

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Veranstaltungsbericht

07.09.2017 - Barmstedt/Heide

ACNF-Slalompiloten auch nach der Sommerpause zügig unterwegs
Klassensiege für Dominik Ewald und Morten Diercks in Barmstedt

Der Barmstedter Automobilclub (BAC) stand nach den Ferien im Fokus der Automobilslalompiloten, denn die BAC-Verantwortlichen hatten gleich eine Doppelveranstaltung auf die Beine gestellt. Auch Petrus war Veranstalter und Teilnehmern wohlgesonnen, so dass der Slalomparcours nicht nur trocken blieb sondern auch von der Sonne in helles Licht getaucht wurde.

Mehr als sechzig Teilnehmer waren angereist um weitere Meisterschafts-punkte zu sammeln und ihrem Hobby nach der Sommerabstinenz zu frönen. Die ACNF-Piloten hatten in den Klassen 1b, 2b, 3a und 3b gemeldet. Bei der ersten Veranstaltung, dem 27. ADAC-BAC-Clubsportslalom, lieferten sich die Brüder Dominik und John Ewald, Mildstedt, bei fehlerfreien Wertungsläufen ein Kopf-an-Kopf-Rennen auf ihrem gemeinsam genutzten Audi Coupe 89, das Dominik Ewald mit elf Hundertstel Sekunden für sich entscheiden konnte und damit die Klasse 1b vor Bruder John und Clubkamerad Morten Diercks, Tarp, gewann. „Der Klassensieg ist um so höher zu bewerten, als sich der ‚Ewald-Audi’ nach einem Getriebeschaden nun wieder voll einsatzfähig zeigt“, freute sich John Ewald sichtlich.
Birte Diercks blieb im zweiten Wertungslauf nicht fehlerfrei und reihte sich auf Rang fünf ein.

Aber auch die ACNF-Fahrer der Klasse 2b brauchen sich nicht zu verstecken, denn Carsten Diercks, Tarp, musste sich lediglich Marco Sander, Hamburg, geschlagen geben, der mit einer guten Sekunde Vorsprung den Klassensieg für sich entscheiden konnte. Mit einer dreiviertel Sekunde Rückstand platzierte sich mit Diercks Senior ein weiterer AC-ler auf dem Treppchen. AC-Neuzugang Jan Goldschmidt, Enge-Sande, hatte drei Pylonen auf Korn genommen und musste dafür neun Strafsekunden und Rang 11 hinnehmen.

In der Klasse 3a lieferte Gabriele Claussen zwei fehlerfreie Wertungsrunden ab, die ihr jedoch nicht über Rang vier hinaushalfen.

Die Brüder Rolf und Hans-Heinrich (Heini) Brodersen, Bergenhusen und Jörl, setzen inzwischen jeweils eigene Autos ein, wobei Heini auf einen BMW 123d gewechselt hat. Während Rolf noch fehlerfrei blieb und Rang sechs verbuchen konnte, holte sich Bruder Heini drei Strafsekunden ab und musste sich dadurch mit dem neunten Klassenrang begnügen. Nicht viel besser erging es Oswald Lauenstein, Wanderup, der jeweils in beiden Wertungsläufen drei Strafsekunden aufgebrummt bekam und daher nicht in den Top Ten rangierte. 

Bei der zweiten Veranstaltung, dem 28. ADAC-BAC-Clubsportslalom, wechselte die Rangfolge in der Klasse 1b in der Form, dass Morten Diercks hier den Klassensieg für sich verbuchen und John Ewald vor Bruder Dominik auf Rang drei folgte. Dominik hatte offenbar zu sehr ‚gelupft’ und einige Sekunden auf der Strecke liegen gelassen. Mit Rang fünf wiederholte Birte Diercks das Ergebnis des vorherigen Wettbewerbs fehlerfrei.

Carsten Diercks musste sich erneut gegen Marco Sander wehren und ihm letztlich auf dem Treppchen wieder den Vortritt lassen, nachdem er mit drei Strafsekunden den sicheren Klassensieg aus der Hand gegeben hatte. Vater Hauke bekam ebenfalls drei Strafsekunden angeschrieben, was ihn um einen Podiumsplatz brachte. Jan Goldschmidt blieb indes fehlerfrei und errang Platz acht.

Gabriele Claussen setzte nach Rang vier nun alles auf eine Karte und wurde belohnt: Mit zwei nahezu identischen, fehlerfreien Wertungsrunden durfte sie sich über Podiumsplatz drei freuen.

Mit dem ersten Wettbewerb vergleichbar verlief es für die ACNF-Fahrer Rolf und Heini Brodersen sowie Oswald Lauenstein. Sie blieben zwar alle fehlerfrei, aber es fehlte für fordere Plätze an der Schnelligkeit und so blieben für sie die Plätze neun, zehn sowie elf.

Alles in allem war es jedoch ein erfolgreicher Slalomtag der vom ACNF – Nachwuchs, den Kartslalom-Fahrern, noch mit weiteren Erfolgen angereichert wurde. Der MSC Holstein trug seine Jugend-kartveranstaltung zur Abwechslung auf dem Verkehrsübungsplatz in Heide aus. Dort zeigte Nike Ewald, Mildstedt, einmal mehr, wie beständig zuverlässig sie ihre Aufgabe im Slalomkart meistert. Mit fehlerlosen Durchgängen sicherte sie sich ein weiteres Mal einen Platz auf dem Siegertreppchen und nahm für Rang drei wichtige Meisterschaftspunkte mit nach Hause.

Sie hat noch Chancen, sich für den Bundesendlauf zu qualifizieren und braucht dafür bei der letzten Veranstaltung der aus vier Clubs bestehenden Veranstaltergemeinschaft (Automobilclub von Kiel, Automobilclub von Lübeck, MC Eckernförde und MSC Holstein) nochmal eine gute fordere Platzierung. Ganz anders dagegen Nis Laube, Schwesing, der bei jeder Veranstaltung für eine Überraschung gut ist. So auch hier: Ebenfalls fehlerfrei absolvierte er den durchaus ambitionierten Parcours und verpasste zwar mit anderthalb Sekunden knapp den Klassensieg. Noch knapper fiel mit zwanzig Hundertstel jedoch der Abstand zum zweitplatzierten Tom Hübner, Bennebek, aus. Aber die Freude über den Podiumsplatz war dennoch ungetrübt. Auch Linus Nelting, Goldebek, Kimi Harmel, Ostenfeld, Henning Stolley, Norstedt, und Til Petersen, Uelvesbüll, waren an den Start gegangen. Sie konnten sich mit Ausnahme von Til, der auf Rang sechs gewertet wurde, nicht unter den Top Ten platzieren. Bleibt abzuwarten, was der Saisonschluss noch an Überraschungen parat hält.

 
                 
 
 
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Kartslalom-Team unterwegs

05.07.2017 - Husum

Veranstaltungsbericht

Drei–zwei–eins - Nike Ewald erringt mit Klassensieg in Schleswig erneut Podestplatz
Elfjährige ACNF – Fahrerin Nike Ewald sichert sich in Schleswig bereits fünftes Podium

Beim siebten von zehn Wertungsläufen zur diesjährigen ADAC-Kart-Pokalwertung stand die Mildstedterin Nike Ewald das fünfte Mal auf dem Treppchen und nun wieder ganz oben. Lediglich einmal musste sich sich mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben. Das Ergebnis der Veranstaltung ihres Heimatclubs, des AC Nordfriesland e. V. wird der Regel entsprechend nicht in die Wertung einbezogen. So kann sie nun zwei Klassensiege, zwei dritte Plätze und einen zweiten Platz auf ihrem Rennkonto verbuchen.

Dabei hatten die Schleswiger Clubnachbarn am vergangenen Sonntag einen anspruchsvollen Parcours abgesteckt, der den Teilnehmerinnen und Teilnehmern allerhöchste Konzentration abforderte. Die Wetterbedingungen mit wechselnden Fahrbahnzuständen zwischen nass und trocken taten dann das Ihre noch dazu. Beleg dafür ist die Tatsache, dass von den 15 Startern in der Klasse 2 lediglich Nike und Lando Stark, Kiel, fehlerfrei blieben. Alle anderen mussten sich Strafsekunden bis in den zweistelligen Bereich anrechnen lassen! „Das hat sie wieder cool hingekriegt“, freute sich ACNF-Trainer Björn Nissen über den neuerlichen Erfolg seines Schützlings. Schon Anfang Juni hatte Nike den Klassensieg beim Jugendkartslalom in Bennebek nur um rund eine halbe Sekunde verpasst, nachdem sie zuvor in Kiel die Klasse hatte für sich entscheiden können.

In der Klasse 5 bei den Routiniers konnte Justus Cohrs, Wittbek, endlich einmal wieder aufs Treppchen steigen und sich über Rang drei freuen. Cohrs hatte eine kleine Durststrecke durchlaufen, zeigte aber einmal mehr, dass er das Fahren nicht verlernt und den Spaß daran nicht verloren hatte. Der ACNF-Aktivist, der im Dezember das sechzehnte Lebensjahr vollendet, wird in diesem Herbst die Trainerausbildung für die C-Lizenz absolvieren. Er hatte bereits die Fortbildung zum Jugendleiterassistenten erfolgreich besucht und wird sich dann in die Trainercrew des Husumer Clubs einreihen und den Club damit bereichern.

Der AC Nordfriesland war in Schleswig mit acht Fahrerinnen und Fahrern angereist, die sich auf vier der fünf verschiedenen Klassen verteilen. „In der Klasse der Kleinsten können wir zurzeit nichts aufbieten“, räumte Nissen ein. „Aber wir arbeiten daran, Nachwuchs zu gewinnen“, zeigte er sich zugleich zuversichtlich.

Nis Laube, Schwesing, und Linus Norik Nelting, Goldebek, traten in Klasse 3 an. Nis ist immer für Überraschungen gut – im Positiven wie auch im Gegenteil. Er gehört sehr wohl zu den Schnellen, doch manchmal will er dann zu viel und das geht zu Lasten der Präzision und kostet dann meist Strafsekunden, wie zuletzt in Bennebek. Anders in Schleswig, wo er in seiner mit 23 Startern stark besetzten Klasse wieder einmal zeigte, was er kann: Mit zwei fehlerlosen Wertungsläufen rangierte er unter den Top Ten der Klasse auf Rang sieben. Linus indes hat noch nicht so richtig seine Linie gefunden und ‚sammelt’ immer wieder ein oder zwei Pylonen ein, die ihn dann aus den Top Ten zurückwerfen. „Aber das wird noch“, ist sich auch Trainer Nissen sicher.

Die Klasse 4 ist die mit 24 Startern größte Klasse. Auch hier tummeln sich zahlreiche fahrerische Asse, so dass der Konkurrenzkampf recht ausgeprägt ist, wie man an den Zeiten gut erkennen kann: Vom Rang eins bis zum Rang sechs betrug der zeitliche Unterschied z. B. in Bennebek gerade mal 94 hundertstel Sekunden! Marlyn Krause, Rantrum, blieb dort zwar fehlerfrei, wurde jedoch mit einer halben Sekunde auf dem nicht sonderlich beliebten Rang vier gewertet. Henning Stolley, Norstedt, kam – ebenfalls strafpunktfrei – mit Rang neun noch unter die Top Ten!  Auch in Schleswig konnte Marlyn zwei fehlerfreie Runden abliefern, es blieb jedoch bei der Konkurrenz nur Rang sieben vor Til Petersen, Uelvesbüll, der in Bennebek noch gepatzt hatte. Stolley verbuchte hingegen zwei Strafsekunden, die ihn ins hintere Mittelfeld verdrängten. Auch Kimi Marcel Harmel, Ostenfeld, visiert die Top Ten an, allerdings hinderten ihn auch dieses Mal vier Strafsekunden an der Umsetzung. Marek Ewald, Mildstedt, scheint seine fahrerische Durststrecke noch nicht überwunden zu haben, denn in Bennebek missglückte sein Einsatz gründlich, was ihn dann offenbar davon abgehalten hat, in Schleswig überhaut den Rennanzug anzuziehen und ins Kart zu steigen – insgeheim schaut er aber auch schon intensiv auf das Slalom-Auto seines Vaters!

Am Sonntag, 9. Juli, findet der letzte Wertungslauf für den ADAC-Kart-Pokal vor der Sommerpause in Flensburg statt. Man darf gespannt sein, ob Nike Ewald auch dort punkten kann und ob es ihrer Clubfreundin Marlyn Krause gelingt, endlich einmal den Lohn für ihre Leistung auf dem Siegerpodest entgegen nehmen zu können. Jedenfalls werden die Kartfahrerinnen und Kartfahrer des Husumer Clubs wieder mit von der Partie sein.

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Husumer ADAC-Clubslalom

22.06.2017 - Schwesing

Anmerkung: 
Die Bildunterschrift ist fehlerhaft; das Bild zeigt im Vordergrung Niklas Honnens in seinem Fahrzeug!

 

Klassen- und Gesamtsiege für ACNF-Piloten 
bei Slalom-Doppelveranstaltung
Slalompiloten des ACNF sichern sich zwei Gesamt- und sieben Klassensiege

Der 38. und der 39. Husumer ADAC-Clubslalom war von Slalomleiter Peter Peters, Husum, und seinen Helferinnen und Helfern nicht nur perfekt vorbereitet, nein auch die Wetterbedingungen boten die besten Voraussetzungen für einen interessanten Slalomwettbewerb. Obligatorisch müssen die Fahrzeuge vor dem Wettbewerb nach der Abnahme der persönlichen Dokumente der Fahrer zunächst durch die technische Kontrolle, damit insbesondere der Sicherheit aber auch dem geltenden Regelwerk Rechnung getragen wird.

Pünktlich um 9:00 Uhr startete der erste der insgesamt 128 (2 x 64) gemeldeten Teilnehmer in den von Peters gesteckten, schnellen Parcours. Dabei werden je Wettbewerb ein so genannter Trainingslauf und zwei Wertungsläufe gefahren. Die ACNF-Veranstaltung zeichnet sich hier durch die Besonderheit aus, dass in der Doppelveranstaltung alle sechs Einzelläufe der Reihe nach abgewickelt werden – den Auftakt bildet der Trainingslauf ohne Bewertung von Strafpunkten gefolgt vom ersten und zweiten Wertungslauf, in denen es um die schnellsten Zeiten und möglichst wenig Strafpunkte geht. Darauf folgt dann der Trainingslauf für die zweite Veranstaltung mit den anschließenden beiden Wertungsrunden. Der Vorteil für Fahrer und Veranstalter liegt einerseits in der zeitlichen Kompaktheit und andererseits in der Tatsache, dass die Teilnehmer nicht den Vormittag für den einen und den Nachmittag für den andere Wettbewerb am Veranstaltungsort verbringen müssen. Sie können gleich zweimal nacheinander punkten und je nach Fahrzeugklasse entweder bereits gegen Mittag wieder den Heimweg antreten bzw. brauchen erst gegen Mittag zu erscheinen. Andreas Konopka, Pinneberg, sparte denn auch nicht mit Lob: „Tolle Strecke, schön schnell, und das ganze Drumherum sind einfach klasse!“

Allein 15 Fahrerinnen und Fahrer des AC-Nordfriesland waren an den Start gegangen und stellten ihr Können einmal mehr unter Beweis. Insgesamt fuhren sie bei 30 Starts 15 Podiumsplätze ein, die im Einzelnen mit 7 Klassensiegen und 2 Gesamtsiegen sowie 6 Zweit- und Drittplatzierungen zu Buche schlagen. In Klasse 1b sicherte sich Dominik Ewald, Mildstedt, bei beiden Rennen jeweils den Klassensieg, wobei in dieser Klasse ausschließlich ACNF-Piloten am Start waren. Der Klassensieg in Klasse 2b ging ebenfalls beide Male an Hauke Diercks, Tarp, der jeweils mit zwei Sekunden Vorsprung ins Ziel kam. AC-Neuzugang Jan Goldschmidt, Enge-Sande, musste in dem einen wie dem anderen Rennen drei Strafsekunden hinnehmen und platzierte sich damit neben dem Podest.

In Klasse 3a fuhr AC-Junior Pascal Behncke, Goldebek, bis ans Limit und siegte mit 19 Hundertstel Sekunden Vorsprung. Im zweiten Rennen blieb er jedoch nicht strafpunktfrei und musste mit Rang drei vorlieb nehmen. Gabriele Claußen, Havetoft, und Niklas Honnens, Wanderup, behaupteten sich jeweils im Mittelfeld dieser Klasse.

In Klasse 3b tat es Junior Carsten Diercks, Tarp, seinem Vater gleich und fuhr anders als gewohnt auf BMW 318Ti mit jeweils zwei Sekunden Vorsprung auf Klassenrang eins. Damit aber nicht genug; bei beiden Veranstaltungen sicherte er sich zudem auch den Gesamtsieg vor Claudia Aßhoff, Hamburg, die mit der Auszeichnung als beste Dame aus beiden Rennen hervorging. Oswald Lauenstein, Wanderup, konnte mit zwei fehlerlosen Einsätzen bis Rang sechs vordringen. Das gelang auch Jörg Schweder, Süderhackstedt, zumindest einmal, denn im ersten Rennen hatte er sich ordentlich vertan und entsprechende Strafsekunden eingesammelt, was ihn vernehmbar wurmte. Die Gebrüder Rolf Brodersen, Bergenhusen, und Heini Brodersen, Jörl, wechselten sich in der Mittelfeldplatzierung ab, wobei Rolf im ersten Rennen nicht gewertet werden konnte, da er die Zielgasse verpasst und die Zeitnahme neben derselben passiert hatte.

Unter den ADAC-Youngstern, die in diesem Jahr mit insgesamt 12 Teilnehmern in überschaubarer Anzahl dabei sind, behauptete sich Robin Nelting, Goldebek, auf Rang zwei der YC 1. Im zweiten Durchgang hatte er sich eine Sekunde länger Zeit gelassen und musste daher mit Rang vier vorlieb nehmen.

Ein besonderes Highlight hatte der stellvertretende Vorsitzende des ADAC Schleswig-Holstein, Jürgen Krabbenhöft, Neubehrend, parat: Nachdem Peter Peters im Februar bereits für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet worden war, durfte er nun die Goldene Ehrennadel des Regionalclubs entgegennehmen. Zuvor hatte Clubvorsitzender Carsten Carstensen, Husum, die verdienten Clubmitglieder Niklas Meisenzahl, Bordelum, bzw. Thomas Leßmann, Flensburg, mit der Ewald-Kroth-Medaille des ADAC in Silber bzw. Bronze für ihr Wirken bei der Organisation von Motorsportveranstaltungen geehrt.

Der vorgegebene Zeitplan ging gut auf und die Teilnehmer wie auch die Organisatoren konnten am Ende des Tages zufrieden auf einen schönen Motorsportsonntag zurückblicken. Alle Ergebnisse und einige Fotoimpressionen sind unter www.acnf.de online abrufbar.

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ACNF-Biker unterwegs

08.06.2017 - Groß Dölln

Husumer Nachrichten 10.06.2017

Veranstaltungsbericht

Hitzeschlacht beim Vierstunden-Endurance-Rennen in Groß Dölln
Melf Carstensen und Tim Neumeister überzeugen durch Konstanz

Das zweite Endurance-Rennen von MotoMonster auf der Rennstrecke in Groß Dölln verlangte den Nordlichtern Melf Carstensen, Norstedt (AC Nordfriesland), und Tim Neumeister, Flintbek, bei sommerlichen Temperaturen um die 30 °C einiges ab. Beide waren als Team ‚MT Küsten-Racing’ mit ihren Bikes angereist. Mittags standen 20 Minuten für die Qualifikation zur Verfügung, die es optimal zu nutzen galt, eine schnelle Runde hinzulegen. Neumeister machte für zwei Runden den Anfang und legte dabei mit seiner Honda Fireblade gut vor. Dann übernahm Carstensen den Transponder und rollte mit seiner GSX-R 600 die Boxengasse hinunter Richtung Rennstrecke. Der kurze Blick auf die Uhr signalisierte, für zwei gezeitete Runden könnte es knapp werden; also Attacke! Durch einen kleinen Fahrfehler in der ersten Runde büßte Carstensen etwas Zeit ein, die ihm dann tatsächlich für eine zweite Runde fehlten, so dass die Start/Ziel-Linie nicht mehr rechtzeitig passiert werden konnte. Dennoch reichte diese eine Runde und die Zeit des Teamkollegen Neumeister für Startplatz vierzehn von insgesamt achtunddreißig Startern bzw. Startplatz acht von neunzehn Startern in ihrer Klasse.

Neumeister war mit einem 1000ccm-Bike angetreten, daher musste Carstensen mit seiner 600ccm-Maschine bei den ‚Großen’ in der offenen Klasse ‚mitspielen’. Das Rennen selbst ging dann um 15:30 Uhr mit dem klassischen Le-Mans-Start auf die Strecke.  

Bei einem Le-Mans-Start stehen die Fahrzeuge üblicherweise außerhalb und längs der Strecke im Startbereich (schräg in Fahrtrichtung), Motorräder werden meist von Helfern gehalten. Die gegenüberliegende Streckenbegrenzung stellt oftmals die Startlinie der Fahrer dar, sodass alle Fahrer die gleiche Entfernung zu ihren Fahrzeugen haben. Nach dem Startzeichen (Senken der Startflagge) spurten die Fahrer über die Strecke zu ihren Fahrzeugen, steigen ein oder sitzen auf, starten und fahren los.

Konditionell bereitete es beiden Fahrern keinerlei Probleme, in voller Montur quer über die Strecke zu rennen; es machte vielmehr einen Heidenspaß! Die Teamtaktik war darauf ausgerichtet, Fahrer und Bikes sowenig wie möglich zu wechseln, denn mit jedem Wechsel ging eine Runde und damit viel Zeit verloren. So wurde entschieden, dass jeder Turn eine Stunde dauern sollte - keine leichte Aufgabe bei 30 Grad Außentemperatur! Als Ziel hatten beide Fahrer sich ganz bescheiden gesetzt, das Rennen einfach nur nicht als Letzter und es überhaupt zu beenden. Allerdings fand die Bescheidenheit darin ihre Grenze, dass konstante Rundenzeiten angestrebt wurden, wie sie im Training geübt worden waren.

Das Rennen selbst lief dann reibungslos über die Bühne. Sowohl die Fahrer aus dem Norden als auch das Material haben die Tortur des Wettbewerbs schadlos überstanden. Es gab keine ‚Ausritte’ oder außerplanmäßige Stopps, die etwa zur Aufgabe gezwungen oder die beiden Fahrer weit zurück geworfen hätten. Nach sechsundachtzig Runden oder vier Stunden und zwei Minuten Fahrzeit war das Ziel erreicht.

Der Aushang der Ergebnisliste förderte denn auch ein zufriedenes Grinsen auf die völlig erschöpften Gesichter: Platz zehn der Gesamtwertung und Platz sieben im Klassement konnten sich sehen lassen! Die selbstgesteckten Ziele waren mehr als erfüllt.

Am Ende gab’s dann noch den Schmankerl obendrauf: Die Auswertung der Rundenzeiten - geplant war ja Konstanz – forderte sogar dem Veranstalter Respekt ab. „Wenn der dann ankommt und sagt: Geile Sache Jungs, so was haben wir noch nie gesehen, macht einen das schon stolz“, freute sich Neumeister. Und ACNF-Pilot Carstensen resümierte ebenfalls nicht ohne Stolz: „Wenn dir das ein Veranstalter sagt, dann weiß du, dass wir wohl irgendwas richtig gemacht haben müssen“. Es zeigte sich nämlich, dass Neumeister und Carstensen in ihren jeweiligen Einstunden-Stints in der Lage waren, die Rundenzeiten im Rahmen von maximal zwei Sekunden Unterschied zwischen der schnellsten und der langsamsten Runde abliefern zu können – tolle Leistung!

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